Wandern auf Rhodos

Rhodos – die Insel des Sonnengottes – ist ein beliebtes Reiseziel für Urlauber, die Sonne, Strand und Meer genießen möchten. Die Insel hat aber weitaus mehr zu bieten als schicke Ferienorte und buntes Urlaubstreiben. Fernab der Touristenpfade kann der Wanderer die wirklichen Schönheiten der Insel auf Schusters Rappen erforschen und in eine von traditioneller Kultur und landschaftlicher Vielfalt geprägte Welt eintauchen. Abwechslungsreiche Berglandschaften reichen bis an die Küste und fallen steil zum Meer ab. Besonders im Landesinneren ist es sehr bergig, hier befindet sich auch die höchste Erhebung Rhodos‘, der Attaviros mit einer Höhe von 1.215 Metern. Im Norden und Süden der Insel ist es deutlich flacher und auch längere Wanderungen gestalten sich wenig anstrengend.

Hauptstadt des griechischen Eilandes ist Rhodos, an der Nordspitze der Insel gelegen. Lohnend ist ein Besuch der antiken Altstadt, die im Jahre 1988 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Beeindruckend zu sehen, ist die rund vier Kilometer lange Festungsmauer, die die Stadt umschließt und sich bis an den Hafen erstreckt. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen der über der Stadt thronende Großmeisterpalast des Johanniterordens mit integriertem Museum und der von Weitem sichtbare Apollontempel. Die Insel Rhodos ist ein Paradies für Naturliebhaber, denn hier gibt es keine Industrie, das Meerwasser ist rein und klar. Vor allem im Frühling verwandelt sich die Insel in ein wahres Farbenmeer, wenn Klatschmohn, Pfingstrosen und Margeriten in voller Blüte stehen und das Wandern zum reinen Naturerlebnis werden lassen.

Ein beliebtes Wandergebiet auf Rhodos ist Petaloudes, das sogenannte Schmetterlingstal, im Landesinneren. Der Harzgeruch der Amberbäume, die in Griechenland nur in diesem Tal vorkommen, lockt zahllose Schmetterlinge an. Kleine Wasserfälle, mehrere Holzstege und eine üppige Vegetation gestalten das Wandern durch dieses schöne Tal sehr abwechslungsreich. Nicht minder sehenswert ist das Tal der Sieben Quellen westlich von Kolymbia. Bei einer Wanderung durch dichte Pinienwälder stößt der Fußgänger bald auf ein ganz besonderes Naturschauspiel. Aus verschiedenen Quellen plätschert das Wasser und fließt in kleinen Bächen durch das grüne Tal über einen kleinen Wasserfall in einen Stausee.